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Mush(s) online
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Ach Kinder, damals, die gute alte Zeit, ich kann mich noch daran entsinnen, als wärs erst gestern gewesen… So fangen doch alle guten Anekdoten an, oder nicht? Naja, meine Geschichte liegt ca 2 Jahre zurück, vielleicht nicht ganz. Ich war damals noch “neu” im Business, ein unbeschriebenes Blatt, ein Greenhorn und immernoch geschockt von der sexuellen Verrohung der illustren Lesbenwelt. Gerade eben erst mit meiner ersten Freundin zusammengekommen (im Nachhinein: die längste Geschmacksverirrung die ich bislang vorzuweisen hab) und todesnaiv. Meine damalige “Mentorin” war Mush No.3, mit der ich praktisch jeden Samstagabend im Puff (ihr wisst schon, diese Gay-Disco, die ehemalige Mush-Base) verbrachte.

Am besagten Abend vor knapp 2 Jahren hatten die Puffinhaber jedoch ein Special im Ärmel, dass sie in einer anderen Location ausschütteln wollten. Da wurden mal richtig dicke Geschütze aufgefahren, so mit halbnackten fast-Chippendales und Schaumparty und Feuerspuckerei und so nem Klimbim. Mords die Show, war ihren einen Euro mehr für den Eintritt echt wert. Meine damalige Herzdame hatte wahrscheinlich wieder aufs Übelste PMS oder sonst ne billige Ausrede parat, auf jeden Fall bin ich nur mit Mush No.3 hin. Die hatte grade anderthalb nervenzerreißende Monate Pseudobeziehung hinter sich, in der beide sich mochten, aber ständig nur in der Wolle hatten. Und das wegen eigentlich jedem noch so kleinen Scheiß. Die Krönung war ja dann dieser eine versoffene Absturzabend im Puff, als keine von uns mehr gradeaus gehen konnte und Mush No.3 irgendwie so verbacken war, dass sie ihre Freundin/Affäre/Liebelei betrog, indem sie was mit Mush No.666 hatte, die sie eigentlich nicht ausstehen konnte. Das sagt, glaub ich, sehr deutlich, wie dicht Mush No.3 an dem Abend war. Von mir ganz zu schweigen, aber das tut hier mal nichts zur Sache, meine wilden Zeiten sind rum. Und außerdem ist Alkohol ja auch keine Ausrede für ein solches Fehlverhalten.

So, mit dem Wissen um dieses fatale Geschehen gehen wir nun in den Samstag mit der Schaumparty. Die bestand im Übrigen nur aus einem 2x4m Außenbereich mit knöchelhohem weißen Schmier. Einen anerkennenden Schulterklopfer an dieser Stelle an alle, die sich dafür so ins Zeug gelegt haben. Beim Reingehen gabs zur Begrüßung erstmal lecker Kurze von einer Transe, die in ihren Stöckelschuhen wahrscheinlich locker die 2,50m Marke knackte. Da ich mal wieder der Depp mit dem Auto war, gab ich meinen Kurzen direkt mal an Mush No.3 weiter. Fehler Nummer eins: Geh niemals zu zweit los, wenn nur einer trinken kann.

Wir tingelten durch den Laden, der dank der vielen Sofas wie eine Mischung aus Tanzfläche, Theke und Wohnzimmer wirkte, entdeckten das ein oder andere bekannte Gesicht (Mush No.3 kannte deutlich mehr, weil sie bereits länger in der Szene verkehrte) und fingen direkt an zu lästern… und uns kamen Bruchstücke der Erinnerungen vom Absturzabend ins Gedächtnis, als wir Personen sahen, die uns damals erleben mussten. Wupps…! Junge, peinlicher goes not. Liebes Schaumbad, wärst du doch bloß 1,70m und würdest mich gänzlich verschlucken… Ach, drauf geschissen, in 2 Wochen weiß davon eh niemand mehr was, sollen se doch blöd gucken. Als ob die nix aufm Kerbholz haben! Mush No.3: “Puh, gut, dass Mush No.666 nicht hier is, die hätte mir grade noch gefehlt!” Fehler Nummer zwei: Rede niemals von Personen, die du nicht sehen willst. Sie tauchen danach garantiert auf.

Und zakk! da war sie auch schon. Mush No.3 verdrehte die Augen, ich grinste. Noch. Wir saßen an der Theke und Mush No.3 versuchte unbeholfen, sich so unsichtbar wie möglich zu machen. Fail. Mush No.666 hatte uns schon lange auf dem Schirm und steuerte auf uns zu. Noch ehe wir die Flucht ergreifen konnten, stand sie bereits mit einem hämischen Grinsen vor uns, wohl wissend, wie abgrundtief sich Mush No.3 schämte. Die beiden begannen zu reden, ich tat beschäftigt und tippte eine SMS an …nun, nennen wir sie Pummelblondie, meine mittlerweile-zum-Glück-Ex. Danach studierte ich ausgiebig die Getränkekarte, obwohl mir sowieso nur Cola, Fanta, Sprite oder Wasser blieben. Neben mir wurde es verdächtig still, also schaute ich kurz auf. WHAT THE FUCK?! Wie macht die das bloß immer?! No.3 und 666 zeigten das volle Lippenbekenntnis, ultra die Zungenaction und keine Spur von Abneigung seitens von No.3. Unfassbar. Ich musste trotz des Ekels, soetwas live miterleben zu müssen, doch (schadenfroh) grinsen, weil sie die ach-so-standhafte Mush No.3 doch wieder rumbekommen hatte. Geil, jetzt kann ich sie noch länger damit aufziehen! Irgendwann schien genug Speichel seine Besitzerinnen gewechselt zu haben und Mush No.666 zog erstmal ab. “Eyyyy, wat geht denn mit dir ab? Erst ziehste voll über die ab und kriegst dich gar net mehr ein und dann so ne Show!” Mush No.3 konnte sich nicht wirklich erklären, und meinte nur, Mush No.666 würde gar nicht mal so schlecht küssen. “Aha, also lässte alles mittelmäßig-Küssende und aufwärts mal ran, auch wenn du sie nicht leiden kannst?” Sie nahm meine nicht ganz ernst gemeinte Frage mit Humor. Eigentlich wollte ich auch gar keine Antwort. Fehler Nummer drei: Denke niemals, dass einmal pro Abend genug ist. Die Nacht ist noch jung, warte, bis du im Bett liegst.

Wir streunten nochmal durch die Menge, die sich trotz früher Stunde schon lichtete und blieben irgendwann auf einem Sofa hängen, von dem aus der Blick am amüsantesten war. Die üblichen Verdächtigen, Igelfrisur (Spikes sind mega 90s…), Panzerhintern (schön verpackt in Baggypants, are you wearing diapers?) und ihre Freundinnen Toast (Sonnenbankflavor, Solariumflow… Friseurinnenlook) und Pitbull (“Hasssssst du mein Mädschn angemmm’cccchhhhhhhhht?!”) in Action, geiler als Improvisationstheater einer Waldorfschule, niveauloser als Takeshi’s Castle und wahrscheinlich genau so schmerzhaft fremdschamverursachend für die Zuschauer wie für die Teilnehmer. Voll GZSZ, wie die sich da an ihrem Elend aufgeilen. Fehler Nummer vier: Mach dich nicht zu sehr über andere lustig, you know: dat Karma knüppelt retour.

Batsch! Wie in nem Slapstickfilm latsche ich auf den unteren Teil der Harke und krieg den Stiel voll in die Fresse. Natürlich nur metaphorisch. Als würden Harken in Discos rumliegen… Um es weniger bildlich zu machen: Mush No.666 kommt nochmal um die Ecke, um sich die nächsten Kicks abzuholen. The World is not enough. Und mittlerweile ist es nicht mehr zum Lachen, sondern eher assig, weil ich die gelappmeierte arme Sau bin, die den Scheiß aus nächster Nähe ertragen muss. Ah, endlich, sie lösen sich voneinander… um zusammen in ner Klokabine zu verschwinden! Das meinte ich vorhin mit der sexuellen Verrohung. Ich bin stinksauer, und kurz davor, einfach nach Hause zu fahren. Schließlich wartet meine Freundin (ääääähem…) auf mich und mir ist der Spaß vergangen. Ich soll jetzt warten, bis sie ihre Triebe ausgelebt haben, in nem Laden, in dem ich kein Schwein kenne. Na super. Und zu allem Überfluss hiefte auch noch Panzerarsch ihre dicken Stempel zu mir rüber und fragt: “Wo isn Mush No.3 jetzt hin? Du warst doch mit der da.” -“Die is mit der 666 aufs Klo verschwunden.” Dieser Satz war geschwängert von Enttäuschung, Ekel und säuerlicher Wut. BaggypanZer lachte. Ich versuchte verzweifelt, Mush No.3 aus der Klokabine zu klingeln. Mobilbox, kein Empfang. So ein Abfuck. Ay caramba, mir kocht der Blut!!! Jaaa, DER Blut! In meiner Wut kommt mein spanisches Temperament und auch die dementsprechende Grammatik zum Vorschein, die eigentlich nirgends verwurzelt sind. (Ich glaub, ich bin eigentlich zu einem 16. Italienerin, oder so.) Fehler Nummer fünf: Toiletten sind keine Atombunker. Es ist nicht nötig, sie von der Handystrahlung abzuschirmen. Man stelle sich nur mal vor, eine kriegt nen Herzkasper vor lauter Drücken beim Ka… ihr wisst schon, und kann dann keine Hilfe rufen…

Ich mach ja viel mit, aber nach ner halben Stunde hatte auch ich die Schnauze voll. Genervt stellte ich mich in die Schlange, um rauszukommen. (Traurig aber wahr, aber die Leute standen schon gegen 2 Uhr tatsächlich Schlange, weil sie weg wollten.) Ich setzte mich ins Auto und stellte ihr innerlich ein Ultimatum: Fünfzehn Minuten noch, dann fahr ich. Diese 15min überzog sie gnadenlos, aber ich bin einfach zu nett. Wie sollte ich ihren Eltern auch erklären, wieso ich sie nicht mehr nach Hause gebracht hatte? “Tut mir Leid, Herr und Frau *****, aber ihre Tochter zog es vor, es mit einer ihr verhassten Person auf einem abgeranzten Klo zu treiben, anstatt mit mir nach Hause zu fahren.” Könnte riskant werden. Ich wartete weiter und endlich kam sie angewackelt und zwar ganz schön zerzaust. Anstatt sie anzumaulen, stichelte ich sie einfach für die dreiviertelstündige Dauer der Heimfahrt und berichtete anschließend Pummelblondie von meinem Erlebnis.

Daraufhin schwor ich mir, vier der fünf Erkenntnisse zu Herzen zu nehmen, mein Partyleben fortan danach auszurichten und meine Weisheiten mit anderen zu teilen.

/Mush No.2

De Bangaten - Lupp ma de Aja

Der Soundtrack des heutigen Abends.

Die kennen wir ja alle...

The Nosy Rosie V-log

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Viva Colonia! Am Mittwoch wird im Mediapark 4 schwer abgezappelt und wer ist mit dabei? Richtig, lez Mushs (und zwar fast alle*!!)!

Da ich diesmal davon absehe, meine untermotorisierte Rostschleuder nach Köln zu quälen, könnte es unter Umständen (Schnaps olé!) richtig peinlich werden und das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen!

Also, liebe Mushs, be there or be square!

/Mush No.2


*außer 4, 5, sowie 2 und 2b, letztere aus gesundheitlichen Gründen. Wir bitten vielmals um Entschuldigung.

Abgesehen von der musikalischen Untermalung doch mal ein hübsches Video mit sympathischen Menschen.

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Seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder in unserer alten Stammlokalität, der Hochburg, der Dramen, Bitchfights und des gemeinhin eher bedenklichen “Tanzstils”, meiner ganz persönlichen Rocky Horror Picture Show gewesen & gleich jemanden getroffen, der gefühlt noch weiter zurückliegt als meine letzte Liebelei (GOTT!!!). Ann-Kristin. Es ist eine dieser Verflossenen, wo man sich im Nachhinein Millionen Mal an den Kopf fasst & sich bei Weitem nicht erklären kann, wie das mit ihr passieren konnte. War ich besoffen (1 1/2 Monate? Locker!), mein Ego kurz vor’m Zerfall oder gefiel sie mir wirklich?! Ich weiß es nicht. Und als sie mir Samstag aus heiterem Himmel vor’s Gesicht sprang, wusste ich es definitiv noch weniger als sonst. Ihre Frisur war eher “eigen”, ihre Klamotten eher skater und ihre Art, um es in ihren Worten auszudrücken:”Ich fahre gerade die Arschlochschiene, X”. “Cool”, dachte ich mir & nahm einen großen Schluck von meiner Cola. Während ich an meinem Strohhalm langsam & möglichst lange sog, suchten meine Augen in der Menge meine eigentliche Verabredung für diesen Abend, um mich schnell & elegant aus dem Staub zu machen. Keine Chance: zu viele Menschen, zu viel Rauch & zu müde, schlechte Augen. Ernüchtert löste ich meine Lippen, holte tief Luft & wandte mich erneut AK zu, um mich meinem Schicksal und diesem Smalltalk, wie einst eine Jungfrau den Göttern, hinzugeben. Ein Smalltalk wie er im (lesbischen) Buche steht: Wie geht’s dir, was machst du, wie geht’s deiner Ex, habt ihr noch Kontakt.. BLABLABLA. Und währenddessen fuhr in meinem Kopf nur ein Gedanke Karussell:”Oh, Marissa, WO ZUR HÖLLE BLEIBST DU?!”. Moment! Plötzlich spitzten sich meine Ohren für ihre Worte & es wurde schlagartig leiser in meinem Kopf. Was sagte sie da?! “X, weißt du, was ich nach dir echt vermisst habe?!”. Womit käme sie jetzt bloß um die Ecke?! -“Nein, aber du wirst es mir sicher gleich stecken.”. Ich bin so taff, oh ja. -“Dass man mit dir immer so gut knutschen konnte.”. Was in aller Welt gab sie da von sich?! Ist die behindert?! & dass ich mich nicht an meiner Cola verschluckt hatte & daraufhin an dem Strohhalm erstickte, war auch alles. Lässig grinsend & mit einem Zwinkern wandte ich ein: “Danke, ich weiß, dass ich eine fantastische Küsserin bin, aber sicher gab es noch andere, die mir in meiner Kunst nahe kamen oder gar das Wasser reichen konnten. Also red’ kein Schmu!”. Ich grinse wohl noch immer?! -“Nein, X, nicht so wie du.” Just in dem Moment tippte mir jemand von hinten an die Schulter,.. Marissa.

Der Rest ist Geschichte.

Eigentlich kennt man solche plumpen Anmachen doch nur vom männlichen Geschlecht oder?! Was ist hier also los? Gehen wir jetzt auch schon über zur “hauptsache eine, egal welche, landet heute noch bei mir im Bett”-Strategie?! Ich dachte, wir agieren mit Schirm, Charme und Melone(n)..?! Oder liegt es doch nur im Auge des Betrachters, an mir?! War es überhaupt eine stubtile Anmache oder schlichtweg ein Kompliment?! Hach..

/MushNo1

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“Du bist lesbisch?!” Ihre Zunge und ihre Lippen schienen sich gegen die Aussprache des Wortes zu wehren. Liz nickte und schaute ihrer fassungslosen Mutter in die Augen. “Ich weiß, was das bedeutet.” Sie schob sich an ihr vorbei in ihr Zimmer und packte ein paar Sachen: Laptop, ihre Gitarre und die Tasche mit den Klamotten, die bereits seit Monaten bereit stand, seit Liz wusste, dass sie auf Frauen steht. Sie wusste, dass es irgendwann zuhause herauskommen würde und was ihre Eltern davon hielten. Ihre Mutter, immernoch unfähig sich zu rühren, hielt sie nicht davon ab zu gehen.

Liz hatte sich innerlich schon lange auf den Moment vorbereitet, sie weinte nicht, sondern ging stumm. Abschied hatte sie bereits vor einem halben Jahr genommen und sich sowieso immer mehr von ihrer Familie abgekapselt. Sie stieg in ihr Auto und fuhr los. Während sie ihr kleines konservatives Dorf hinter sich ließ, tippte sie eine SMS an Roxy, ihre Leidensgenossin und beste Freundin, die in einer größeren Stadt wohnte. Nicht wirklich riesig, aber immerhin so groß, dass es niemanden juckte, mit wem man schlief. “Stell schonmal Bier und Tequila kalt.” Roxy wusste, dass das nichts Gutes bedeutete. Bier brachte Liz zum Reden, Whiskey brachte sie auf Touren, aber Tequila ließ sie vergessen.

Liz kannte die Strecke zu Roxy im Schlaf. Während der guten Stunde die sie zu ihr unterwegs war, versuchte sie, die Gedanken mit lauter Musik auszublenden, aber Axl Rose kam mit seinem Gequake einfach nicht gegen Liz’ inneren Tornado an. Hätte sie vielleicht von Anfang an mit ihrer Mutter reden sollen? Hätte sie vielleicht eben noch etwas tun können, anstatt sie einfach nur feige und egoistisch in diesem Trümmerhaufen scheinbar gescheiterter Erziehung zurückzulassen? Noch bevor sie eine Antwort auf die Fragen bekam, saß sie schon bei Roxy auf dem Sofa und schüttete ihr Herz aus.

Roxy war abgebrüht, hatte sie doch bereits Jahre zuvor das Gleiche durchgemacht. Sie war mit 17 von zuhause rausgeflogen, weil ihre Mutter sie dabei erwischt hatte, als sie mit ihrer “besten Freundin” am Knutschen war. Nun, 3 Jahre später, hatte sich das Verhältnis zu ihrer alleinerziehenden Mutter zwar wieder entspannt, aber Roxy zog es trotzdem vor, allein zu leben. Ihre Wohnung war klein, aber ordentlich. Einzig das Bett war immer zerwühlt von der Nacht davor, und an Roxys Pinnwand hingen etliche Zettel mit Telefonnummern und vereinzelt auch ein paar Slips oder andere Erinnerungsstücke von ihren Eroberungen. An den Wänden befanden sich ein paar Bilder von Freunden und Roxys technische Ausstattung zeugte von einem ordentlichen Gehalt. Generell schien sie auf Qualität großen Wert zu legen, außer bei den Mädels, denen sie jede Nacht das Herz brach. Hauptsache, sie musste nicht alleine schlafen.

Liz war zwar ein ähnliches Kaliber, musste aber bisher den Ball flach halten, weil sie ja nie jemanden mit nach Hause nehmen konnte. Sie wusste von vornerein genau, worauf sie stand. Reife Frauen mit Geld hatten es ihr besonders angetan. Jene, die allein in Urlaub fuhren, um Ruhe vor ihrem Mann zu bekommen und verborgene Sehnsüchte auszuleben. Liz bot sich gerne an. Sie liebte es, das Toygirl zu sein, teure Whiskeys spendiert zu bekommen und einfach nur begehrt zu werden. Sie war die hübsche stille Deko, die in den richtigen Momenten das sagte, was ihre Begleiterinnen hören wollten. Liz war keine Prostituierte, sie tat es nicht des Geldes wegen, sondern weil sie diese Frauen liebte. Jede einzelne, für die Dauer ihrer einen gemeinsamen Nacht.

Während Roxy Liz tröstete und darauf achtete, dass sie nicht zuviel trank, klingelte auf einmal Roxys Handy. Es war Julia, die es Roxy wirklich angetan hatte. Die einzige Frau, hinter der sie her war und die sie noch nicht bekommen hatte. Dafür wär sie Roxy auch zu schade gewesen, war Julia doch tatsächlich etwas besonderes. Irgendwie durchtrieben, dem Trinken und Feiern alles andere als abgeneigt, allgemein beliebt und bekannt und doch emotional so introvertiert, dass niemand sie wirklich kannte. Dieses Mysterium, das sie umgab, war wohl auch der Grund warum Roxy so interessiert an ihr war.

“Bei mir, in einer Stunde.”

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Liebe Lesbo-Gemeinde,

Ihr kennt alle “The L-Word”, eine Serie, die so manche Frau dazu gebracht hat, ihre Sexualität zu überdenken. So auch bei mir. Kaum kam Shane ins Blickfeld, habe ich mich im Sofa aufgesetzt und ein verführerisches Gesicht aufgelegt.. sie ist der Inbegriff des Womanizers, jedenfalls für eine bestimmte Gruppe von uns. Oder wie seht Ihr das?

Und nun gibt es seit einer ganzen Weile “The REAL L-Word” auf dem amerikanischen Sender SHO zu sehen. Eine Gruppe von ganz “echten” Lesben ließen sich bereits in 2 Staffeln in ihr “echtes” Leben blicken und waren so ganz und gar nicht scheu vor dem Auge der Kamera. Es gab viel zu sehen, Streit, Haut, Sex und große Dramen. Der meistgegooglete Charakter heißt vermutlich Whitney Mixter, eine der Shane-Figur nicht ganz unähnliche junge Frau, die durch ihren “Ich zieh Dich aus”-Blick so manche Dame aus dem Gefecht setzte.

Man muss zugeben, so manche Story klang, als sei sie bei den Haaren herbei gezogen. Genau wie die Berufe der Ladies. Vom Stylisten bis zur Table-Dancerin war alles dabei, so coole Berufe, dass man vor Neid am eigenen Leben zweifelt, wenn man zu viele Folgen schaut.

Allerdings hat die Serie einen entscheidenden Vorteil: Das Ganze Getue um die Homosexualität bekommt weniger Gewicht. Es ist “normal”, dass Frauen Frauen lieben und nur selten, wird diese Tatsache an sich zum Thema. Frauen haben untereinander die gleichen Probleme wie heterosexuelle Paare und so ist es für die ein oder andere sicher hilfreich, diese “Normalität” auf dem Bildschirm zu verfolgen und sich ein Stück anders zu fühlen. Bei mir hat das jedenfalls vor einer Weile sehr gut funktioniert und ich habe eine leichte Sucht nach der Serie entwickelt, die man durch gutes Suchen und Finden meist über’s Netz schauen kann.

Und so freue ich mich auf die 3. Staffel mit den Ladies, bei der auch neue Charaktere dabei sind. :D

Check it: http://www.sho.com/sho/the-real-l-word/home

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